Grunderwerbsteuer Hessen
Hessen verlangt 6 % Grunderwerbsteuer – erstattet sie Erstkäufern aber teilweise: Das Hessengeld bringt bis zu 10.000 € je Käufer und 5.000 € je Kind, verteilt auf zehn Jahre.
Grunderwerbsteuer berechnen
Unverbindliche Beispielrechnung, keine Steuerberatung. Maßgeblich ist der Bescheid des Finanzamts.
- Günstigstes Land
- –
- Teuerstes Land
- –
- Unterschied
- –
Dieser Kaufpreis in allen 16 Ländern
Hessen im Vergleich
Mit 6 % seit August 2014 liegt Hessen im oberen Drittel. Als bislang einziges Land gleicht Hessen das für Familien zum Teil aus: Wer seit dem 1. März 2024 erstmals eine selbst bewohnte Immobilie in Hessen kauft, kann Hessengeld beantragen – 10.000 € je Erwerber im Kaufvertrag (höchstens 20.000 €) und 5.000 € für jedes mit einziehende Kind unter 18, gedeckelt auf die tatsächlich gezahlte Grunderwerbsteuer.
Ein Paar mit zwei Kindern, das für 450.000 € kauft, zahlt zunächst 27.000 € Steuer und bekommt davon bis zu 30.000 € – also die gesamte Steuer – in zehn Jahresraten zurück. Ein Rechtsanspruch besteht nicht; die Richtlinie läuft bis Ende 2029. 2025 nahm Hessen 1,4 Milliarden Euro Grunderwerbsteuer ein.
Nachbarländer
- Nordrhein-Westfalen6,5 % · teurer
- Niedersachsen5 % · günstiger
- Thüringen5 % · günstiger
- Bayern3,5 % · günstiger
- Baden-Württemberg5 % · günstiger
- Rheinland-Pfalz5 % · günstiger
Was kostet das konkret?
Grunderwerbsteuer für typische Kaufpreise in Hessen
| Kaufpreis | Grunderwerbsteuer HE | Bei 3,5 % | Mehrkosten |
|---|---|---|---|
| 250.000 € | 15.000 € | 8.750 € | +6.250 € |
| 350.000 € | 21.000 € | 12.250 € | +8.750 € |
| 450.000 € | 27.000 € | 15.750 € | +11.250 € |
| 600.000 € | 36.000 € | 21.000 € | +15.000 € |
| 800.000 € | 48.000 € | 28.000 € | +20.000 € |
So hat sich der Satz entwickelt
Hessen erhöhte 2013 von 3,5 % auf 5 % und im August 2014 auf 6 %.
- 01.01.1997 – 31.12.2012
3,5 % - 01.01.2013 – 31.07.2014
5 % - 01.08.2014 – heute
6 % (aktuell)
Entlastung in Hessen
Hessengeld (seit 01.03.2024): Zuschuss zur Grunderwerbsteuer beim erstmaligen Erwerb einer selbst bewohnten Wohnimmobilie (auch Baugrundstueck) in Hessen: 10.000 Euro je Erwerber im Kaufvertrag (hoechstens 20.000 Euro) plus 5.000 Euro je Kind unter 18, das mit einzieht; gedeckelt auf die tatsaechlich festgesetzte und bezahlte Grunderwerbsteuer. Voraussetzungen u. a.: Beurkundung ab 01.03.2024, noch keine andere Immobilie im Eigentum, Hauptwohnsitz (Meldebescheinigung, ggf. binnen 3 Jahren nachreichen), Steuer vor Antrag vollstaendig bezahlt. Auszahlung in zehn gleichen Jahresraten durch die WIBank; kein Rechtsanspruch (Haushaltsmittel). Richtlinie vom 26.08.2024, laeuft am 31.12.2029 aus. Amtliche Information
Gut zu wissen
Nur den Satz legt Hessen selbst fest. Bemessungsgrundlage, Befreiungen – etwa für Käufe zwischen Ehegatten oder von den Eltern – und die Fälligkeit einen Monat nach dem Bescheid regelt das Grunderwerbsteuergesetz des Bundes für alle Länder gleich. Diese Regeln im Überblick →
Fragen zur Grunderwerbsteuer in Hessen
Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Hessen?
Sie beträgt 6 % der Gegenleistung, in der Regel also des Kaufpreises. Der Satz gilt seit dem 1. August 2014 und ist im Gesetz über die Festsetzung des Steuersatzes für die Grunderwerbsteuer vom 26. November 2012 (GVBl. 2012 S. 457), geändert durch Gesetz vom 16. Juli 2014 (GVBl. S. 179) festgelegt.
Was kostet die Grunderwerbsteuer bei einem Kaufpreis von 400.000 Euro in Hessen?
6 % von 400.000 € ergeben 24.000 €. Zum Vergleich: In Bayern wären es 14.000 €. Mit dem Rechner oben können Sie jeden Betrag einsetzen.
Seit wann gilt der Satz von 6 % in Hessen?
Seit dem 1. August 2014. Davor galten in Hessen 5 % (01.01.2013–31.07.2014), 3,5 % (01.01.1997–31.12.2012).
Gibt es in Hessen eine Entlastung für Familien oder Erstkäufer?
Ja: Hessengeld – Zuschuss zur Grunderwerbsteuer beim erstmaligen Erwerb einer selbst bewohnten Wohnimmobilie (auch Baugrundstueck) in Hessen: 10.000 Euro je Erwerber im Kaufvertrag (hoechstens 20.000 Euro) plus 5.000 Euro je Kind unter 18, das mit einzieht; gedeckelt auf die tatsaechlich festgesetzte und bezahlte Grunderwerbsteuer. Voraussetzungen u. a.: Beurkundung ab 01.03.2024, noch keine andere Immobilie im Eigentum, Hauptwohnsitz (Meldebescheinigung, ggf. binnen 3 Jahren nachreichen), Steuer vor Antrag vollstaendig bezahlt. Auszahlung in zehn gleichen Jahresraten durch die WIBank; kein Rechtsanspruch (Haushaltsmittel). Richtlinie vom 26.08.2024, laeuft am 31.12.2029 aus. (amtliche Information)
Wie viel Grunderwerbsteuer hat Hessen zuletzt eingenommen?
1,4 Milliarden Euro im Jahr 2025 – das sind 9,3 % der bundesweiten Einnahmen von 15,1 Milliarden Euro (BMF). Die Grunderwerbsteuer steht vollständig den Ländern zu.
Mehr zu Hessen
Quellen & Stand
- Gesetz über die Festsetzung des Steuersatzes für die Grunderwerbsteuer vom 26. November 2012 (GVBl. 2012 S. 457), geändert durch Gesetz vom 16. Juli 2014 (GVBl. S. 179) – § 1 (Steuersatz), § 2 (zeitliche Anwendung)
- rv.hessenrecht.hessen.de – jlr NNLHE00005457
- rv.hessenrecht.hessen.de – perma
- wibank.de – foerderrichtlinie hessengeld data (PDF)
- wibank.de – hessengeld
- gesetze-im-internet.de – 23
- Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG)
- Bundesministerium der Finanzen: Steuereinnahmen im Dezember 2025, Übersicht 5a (Einnahmen der Länder Januar bis Dezember 2025)
- Art. 105 Abs. 2a Grundgesetz
Diese Seite gibt amtliche Sätze in eigenen Worten wieder und rechnet mit ihnen. Keine Steuerberatung; verbindlich sind allein Satzung, Gesetz und Ihr Bescheid. Fehler entdeckt? Die Methodik und den Weg für Korrekturen beschreiben wir unter Methodik.
Zitieren & weiterverwenden
Abgabenatlas: „Grunderwerbsteuer Hessen 2026: 6 %“, https://abgabenatlas.pages.dev/grunderwerbsteuer/hessen/ (Stand: 03.10.2026). Lizenz: CC BY 4.0. Einzelne Zahlen können Sie über das # an jeder Kennzahl direkt verlinken.
KI-Hinweis: Dieser Text wurde mit Unterstützung eines KI-Sprachmodells aus den oben verlinkten amtlichen Quellen formuliert. Zahlen stammen nicht aus dem Modell, sondern aus unserem geprüften Datensatz. Mehr zur Methodik.