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Hundesteuer · Hamburg

Hundesteuer in Hamburg

Hamburg verlangt 2026 noch 90 € je Hund – der niedrigste Satz unter den erfassten Großstädten. Zum 1. Januar 2027 steigt er auf 120 €, für gefährliche Hunde von 600 € auf 900 €.

Stand der Daten: 1. September 2026 Geprüft am 3. Oktober 2026 Quelle: Hundesteuergesetz
90 €
für den ersten Hund pro Jahr
7,50 € im Monat
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180 €
für zwei Hunde zusammen pro Jahr
Einheitssatz: jeder Hund kostet gleich viel
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600 €
für einen gefährlichen Hund
6,7-mal so viel wie der Normalsatz
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Platz 25
von 25 erfassten Großstädten (1 = teuerste)
54 € unter dem Median von 144 €
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Was die Hundesteuer in Hamburg kostet

Steuersätze laut Hundesteuergesetz, gültig ab 01.09.2026
Hundpro Jahrpro Monat
jeder Hund (Einheitssatz)90 €7,50 €
gefährlicher Hund600 €50,00 €

90 € gelten für jeden Hund, es gibt keine Mehrhunde-Staffel. Ab 01.01.2027 steigt der Satz auf 120 € (gefährliche Hunde: 900 €). Ausnahme: Ein Hund der Gruppe § 2 Abs. 1 HundeG, der aus einem Hamburger Tierheim kommt und in Hamburg gefunden oder behördlich untergebracht wurde, zahlt den Regelsatz statt 600 € (§ 5 Satz 3). Die Steuerpflicht beginnt nach dem Monat, in dem der Hund 3 Monate alt wird.

  • Hund aus einem Hamburger Tierheim (kein gefährlicher Hund, Bescheinigung nötig): auf Antrag 48 €/Jahr für die ersten 12 Monate (2026, § 7 Abs. 2); ab 01.01.2027 stattdessen drei Jahre steuerfrei
  • Niedriges Einkommen: auf Antrag 24 €/Jahr für einen Hund (§ 10 Abs. 3)
  • Zuchthunde: Der dritte und jeder weitere in ein anerkanntes Zuchtbuch eingetragene Zuchthund ist auf Antrag steuerfrei, wenn mindestens eine Zuchthündin gehalten wird (§ 7 Abs. 1)
  • Gewerbliche Hundehändler: Nur zwei Hunde werden zum Regelsatz besteuert; weitere Hunde, die weniger als 6 Monate im Besitz sind, sind steuerfrei (§ 8)

Für zwei Hunde zahlen Halterinnen und Halter in Hamburg zusammen 180 € im Jahr, für drei Hunde 270 €. Über zehn Jahre summiert sich schon der erste Hund auf 900 €.

Hundesteuer in Hamburg berechnen

Wie viele Hunde halten Sie?
Davon als gefährlich eingestuft (Listenhund)

Unverbindliche Beispielrechnung nach den amtlichen Sätzen, ohne Ermäßigungen oder Befreiungen. Wie Listenhunde bei der Reihenfolge mehrerer Hunde gezählt werden, regelt jede Stadt selbst.

Hundesteuer pro Jahr
–
 

Hamburg im Städtevergleich

Seit dem 1. September 2026 gilt in Hamburg ein neu erlassenes Hundesteuergesetz, das das Gesetz von 1995 ablöst. An den Beträgen ändert sich bis Jahresende nichts: 90 € je Hund, ohne Staffel für weitere Hunde, und 600 € für gefährliche Hunde. Damit liegt Hamburg beim ersten Hund auf Platz 25 von 25 – also ganz unten.

Das ändert sich 2027 deutlich: 120 € je Hund (+33 %) und 900 € für gefährliche Hunde. Gleichzeitig werden Hunde aus Hamburger Tierheimen drei Jahre steuerfrei; wer 2026 einen Tierheimhund aufgenommen hat, kann die Befreiung ab 2027 ebenfalls beantragen.

Wer Bürgergeld oder Hilfe zum Lebensunterhalt bezieht, ist befreit; bei geringem Einkommen zahlt man auf Antrag 24 € im Jahr. Für gefährliche Hunde gibt es weder Befreiung noch Ermäßigung. Eine Hundemarke gibt es seit 2021 nicht mehr – die Anmeldung im Hunderegister genügt auch für die Steuer.

Hundesteuer für den ersten Hund in 25 Großstädten

Köln 174 €
Bochum 168 €
Bonn 162 €
Wuppertal 160 €
Dortmund 156 €
Essen 156 €
Lübeck 156 €
Lünen 156 €
Bremen 150 €
Hannover 150 €
Kiel 150 €
Leipzig 150 €
Bielefeld 144 €
Mannheim 144 €
Stuttgart 144 €
Duisburg 132 €
Nürnberg 132 €
Berlin 120 €
Saarbrücken 120 €
Magdeburg 114 €
Dresden 108 €
München 100 €
Düsseldorf 96 €
Hamburg 90 €
Jahresbetrag laut Satzung; Stand der Daten je Stadt siehe Stadtseite. Median: 144 €.

Was sich 2027 ändert

Beschlossen: Ab 1. Januar 2027 gelten neue Sätze – Regelsteuer je Hund: 90 € → 120 € · Gefährlicher Hund: 600 € → 900 € · Hund aus Hamburger Tierheim: bisher 48 €/Jahr für die ersten 12 Monate, neu für die ersten drei Jahre steuerfrei (auch für Hunde, die 2026 aus dem Tierheim kamen: drei Jahre ab 01.01.2027): 48 € → 0 €.

Die Erhöhung steht bereits im neuen Hundesteuergesetz vom 24. Juni 2026 und gilt ab dem 1. Januar 2027.

  1. ab 01.01.2027 (beschlossen)
    Regelsteuer je Hund: 90 € → 120 € (+33,3 %)
  2. ab 01.01.2027 (beschlossen)
    Gefährlicher Hund: 600 € → 900 € (+50 %)
  3. ab 01.01.2027 (beschlossen)
    Hund aus Hamburger Tierheim: bisher 48 €/Jahr für die ersten 12 Monate, neu für die ersten drei Jahre steuerfrei (auch für Hunde, die 2026 aus dem Tierheim kamen: drei Jahre ab 01.01.2027): 48 € → 0 € (-100 %)

Ermäßigung und Befreiung in Hamburg

Steuerfrei

  • Empfänger von Bürgergeld, Hilfe zum Lebensunterhalt oder Grundsicherung – Erlass für einen Hund in voller Höhe auf Antrag, solange SGB-II- oder SGB-XII-Leistungen bezogen werden; nicht für gefährliche Hunde (§ 10 Abs. 2)
  • Führ-, Begleit- und Wachhunde von Menschen mit Behinderung – Grad der Behinderung mindestens 50 und das Halten des Hundes wird als notwendig anerkannt (ggf. amtsärztliches Gutachten) (§ 6 Abs. 1 Nr. 4)
  • Anerkannte Assistenzhunde – Anerkennung nach der Assistenzhundeverordnung, soweit nicht schon unter Nr. 4 (§ 6 Abs. 1 Nr. 5)
  • Hunde in Ausbildung zum Führ- oder Assistenzhund – In einem anerkannten Ausbildungsinstitut (§ 6 Abs. 1 Nr. 9)
  • Geprüfte Rettungshunde – Rettungshundeprüfung bestanden; die Führungsperson wirkt im Zivil- oder Katastrophenschutz mit und der Hund ist jederzeit einsatzbereit (§ 6 Abs. 1 Nr. 10)
  • Dienst- und Behördenhunde – Von Behörden benötigt (z. B. Polizeihunde) oder von Verwaltungsangehörigen im Dienstinteresse zum Schutz oder zur Bewachung (§ 6 Abs. 1 Nr. 1–2)
  • Weitere Sonderfälle – Hunde wissenschaftlicher Institute, Hunde steuerbefreiter Diplomaten, Schiffshunde ohne Landgang, Hunde von Artisten und Schaustellern für die Berufsarbeit (§ 6 Abs. 1 Nr. 3, 6–8)
  • Vorübergehend in Hamburg gehaltene Hunde – Erstattung für Halter ohne Hamburger Wohnsitz bei bis zu 2 Monaten im Jahr; bis zu 4 Monate steuerfrei zur Ausbildung, wenn bereits anderswo in Deutschland versteuert (§ 13)

Ermäßigt

  • Hund aus einem Hamburger Tierheim: auf 48 €/Jahr für die ersten 12 Monate (bis Ende 2026) – Antrag mit der Anmeldung und Bescheinigung des Tierheims, dass es kein gefährlicher Hund ist; ab 2027 ersetzt durch eine Befreiung für drei Jahre (§ 7 Abs. 2)
  • Halter mit geringem Einkommen: auf 24 €/Jahr für einen Hund – Haushaltseinkommen liegt höchstens 25 % über den SGB-XII-Regelsätzen (plus etwaigem Mehrbedarf); Nachweis und Antrag nötig (§ 10 Abs. 3)
  • Gewerbliche Hundehändler: nur zwei Hunde steuerpflichtig – Angemeldetes Gewerbe; weitere Hunde unter 6 Monaten Besitzdauer steuerfrei; nicht für gefährliche Hunde (§ 8)
  • Härtefälle (Haushalt mit nur einem Hund): ganz oder teilweise (Erlass) – Unbillige Härte im Einzelfall; Ermessen der Steuerbehörde (§ 10 Abs. 1)

Ermäßigungen und Befreiungen gibt es nur auf Antrag und meist erst ab dem Monat, in dem der Antrag eingeht. Alle Städte im Vergleich →

Anmelden, zahlen, abmelden

Anmeldung
Innerhalb von 2 Wochen nach Erwerb oder Zuzug; Junghunde gelten mit Ablauf des 3. Lebensmonats als erworben (§ 14 Abs. 1)
Zuständig: Finanzamt für Verkehrsteuern und Grundbesitz (zentral für ganz Hamburg). Die Anmeldung im Hunderegister (online, Hamburg Service oder Verbraucherschutzamt) wird automatisch an das Finanzamt übermittelt. Anträge auf Befreiung, Ermäßigung oder Erlass gehen direkt an das Finanzamt. · online anmelden
Fälligkeit
Je die Hälfte des Jahresbetrags am 15. Februar und am 15. August, ohne gesonderte Aufforderung. Beginnt die Steuerpflicht im laufenden Halbjahr, ist der erste Teilbetrag am 15. des Anfangsmonats fällig (§ 11).
Abmeldung
Innerhalb von 2 Wochen nach Abgabe, Entlaufen oder Tod des Hundes (§ 14 Abs. 2) Die Abmeldung im Hunderegister gilt auch steuerlich. Für eine schnellere Erstattung ist zusätzlich eine direkte Abmeldung beim Finanzamt möglich. Name und Anschrift der neuen Halterin oder des neuen Halters sollen angegeben werden.
Steuermarke
Abgeschafft: Seit 01.01.2021 werden keine Steuerzeichen mehr ausgegeben; alte Marken muss man nicht zurückgeben.

Gefährliche Hunde

Verweis auf § 2 Abs. 1–3 des Hamburger Hundegesetzes. (1) Immer als gefährlich vermutet: American Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Bullterrier und Kreuzungen. (2) Hunde mit unangemessenem Aggressionsverhalten, z. B. nach Beißen, gefahrdrohendem Anspringen oder Hetzen von Tieren. (3) Gefährlich vermutet, bis die Behörde für den einzelnen Hund das Gegenteil feststellt: Bullmastiff, Dogo Argentino, Dogue de Bordeaux, Fila Brasileiro, Kangal, Kaukasischer Owtscharka, Mastiff, Mastín Español, Mastino Napoletano, Rottweiler, Tosa Inu und Kreuzungen. Welche Rassen in Hamburg als gefährlich gelten →

Hamburg auf einen Blick: weitere Gemeindesteuern 2026

975 %
Hebesatz Grundsteuer B
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470 %
Hebesatz Gewerbesteuer
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Alle Hebesätze der erfassten Großstädte → · Grundsteuer selbst berechnen →

Fragen zur Hundesteuer in Hamburg

Wie hoch ist die Hundesteuer in Hamburg?

Für den ersten Hund verlangt Hamburg 90 € im Jahr, für den zweiten 90 €. Das ergibt Platz 25 unter 25 erfassten Großstädten (Median 144 €).

Wird die Hundesteuer in Hamburg erhöht?

Ja. Ab dem 1. Januar 2027 gilt: Regelsteuer je Hund 120 € statt 90 €; Gefährlicher Hund 900 € statt 600 €; Hund aus Hamburger Tierheim: bisher 48 €/Jahr für die ersten 12 Monate, neu für die ersten drei Jahre steuerfrei (auch für Hunde, die 2026 aus dem Tierheim kamen: drei Jahre ab 01.01.2027) 0 € statt 48 €.

Wann wird die Hundesteuer in Hamburg fällig?

Je die Hälfte des Jahresbetrags am 15. Februar und am 15. August, ohne gesonderte Aufforderung. Beginnt die Steuerpflicht im laufenden Halbjahr, ist der erste Teilbetrag am 15. des Anfangsmonats fällig (§ 11).

Wie melde ich meinen Hund in Hamburg an?

Innerhalb von 2 Wochen nach Erwerb oder Zuzug; Junghunde gelten mit Ablauf des 3. Lebensmonats als erworben (§ 14 Abs. 1) Zuständig ist: Finanzamt für Verkehrsteuern und Grundbesitz (zentral für ganz Hamburg). Die Anmeldung im Hunderegister (online, Hamburg Service oder Verbraucherschutzamt) wird automatisch an das Finanzamt übermittelt. Anträge auf Befreiung, Ermäßigung oder Erlass gehen direkt an das Finanzamt.. Die Anmeldung ist auch online möglich.

Zahlt man in Hamburg für kleine Hunde weniger?

Nein. Die Satzung von Hamburg kennt keine Staffel nach Größe oder Gewicht – ein Chihuahua kostet so viel wie ein Schäferhund. Auch eine Befreiung für Hunde unter 5 kg gibt es nicht.

Was kostet ein Listenhund in Hamburg?

Für einen als gefährlich eingestuften Hund werden 600 € im Jahr fällig. Welche Hunde darunter fallen, richtet sich nach dem Landesrecht: Rasseliste ansehen.

Weiterlesen

Quellen & Stand

Stand der Daten: 1. September 2026 Quellen abgerufen am: 3. Oktober 2026 Angaben ohne Gewähr
  1. Hundesteuergesetz vom 24. Juni 2026 (HmbGVBl. S. 173; Neuerlass, in Kraft seit 01.09.2026), geändert durch Art. 3 desselben Gesetzes (wirksam ab 01.01.2027) – Steuersatz in § 5
  2. luewu.de – GVBL HH 2026 21 (PDF)
  3. landesrecht-hamburg.de – jlr NNLHH0000637CNN00000000007
  4. Hamburgisches Grundsteuergesetz (HmbGrStG) § 5 Abs. 1 und § 9 Abs. 3, zuletzt geändert am 04.03.2026; Gewerbesteuer: Art. 1 des Gesetzes vom 24.06.2026 (HmbGVBl. S. 173), rückwirkend ab 01.01.2026
  5. landesrecht-hamburg.de – jlr NNLHH000063AFNN00000000014
  6. hamburg.de
  7. hamburg.de – ueberpruefung der hamburger kommunalabgaben 1130902
  8. hamburg.de – n0
  9. hamburg.de – hust2017 207896
  10. hamburg.de – aktuelles 295716

Diese Seite gibt amtliche Sätze in eigenen Worten wieder und rechnet mit ihnen. Keine Steuerberatung; verbindlich sind allein Satzung, Gesetz und Ihr Bescheid. Fehler entdeckt? Die Methodik und den Weg für Korrekturen beschreiben wir unter Methodik.

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Abgabenatlas: „Hundesteuer Hamburg 2026: 90 € pro Jahr“, https://abgabenatlas.pages.dev/hundesteuer/hamburg/ (Stand: 03.10.2026). Lizenz: CC BY 4.0.
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